Wiedereröffnung des Hallenschwimmbades

Nach einer etwa zehnmonatigen Sanierungs- und Modernisierungsphase steht die Wiedereröffnung des Hallenschwimmbades im Jugendzentrum Ronneburg unmittelbar bevor: Anfang April 2026 ist geplant, die Türen der Schwimmhalle wieder für Hausgäste, Schulen, Vereine und die breite Öffentlichkeit zu öffnen. Die umfassenden Arbeiten am Bad, das seit über 50 Jahren unverzichtbarer Bestandteil des schulischen Schwimmunterrichts, der Vereinsarbeit und der Freizeitgestaltung in der Region ist, befinden sich im Endspurt und werden termingerecht abgeschlossen.

Die Sanierung wurde vom Main-Kinzig-Kreis über seinen Eigenbetrieb Jugend- und Freizeiteinrichtungen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,4 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Ziel war es, das Hallenbad langfristig technisch, energetisch und barrierefrei auf den neuesten Stand zu bringen: defekte Beckenteile wurden erneuert, Beleuchtung, Elektroinstallation und Sicherheitsbeleuchtung modernisiert, Wände und Decken saniert sowie die sanitären Anlagen und Zugänge barrierefrei gestaltet. Das Hallenbad verfügt bei einer Wasserfläche von 8 mal 17 Metern über drei Schwimmbahnen und wird jährlich von etwa 25.000 Menschen genutzt.

Reinhold Walz, Betriebsleiter des kreiseigenen Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen, blickt zuversichtlich auf die Wiederinbetriebnahme: „Die Sanierungsarbeiten an unserem Hallenbad gehen insgesamt sehr gut voran. Wir gehen nach Abschluss der Restarbeiten und einer hoffentlich mängelfreien Abnahme in den nächsten Wochen davon aus, dass wir Anfang April 2026 die Halle wieder für den Schwimmbetrieb öffnen dürfen. Für unsere Hausgäste, Schulen, Vereine und Familien ist das ein großer Gewinn – Schwimmen lernen und regionale Schwimmangebote sind zentrale Bestandteile der Sport- und Freizeitkultur im Main-Kinzig-Kreis.“

Auch Vizelandrat Andreas Hofmann betont die Bedeutung des Projekts für die Region: „Mit der Modernisierung sichern wir einen wichtigen Treffpunkt für Sport, Gesundheit und soziales Miteinander. Das Hallenbad ist weit mehr als nur eine Schwimmhalle – es ist ein Ort des Lernens, des Miteinanders und der Gesundheit. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Hallenbäder in Deutschland vor wirtschaftlichen oder technischen Herausforderungen stehen, zeigt das Jugendzentrum Ronneburg, wie eine moderne Sanierung gelingt. Wir sind dabei ziemlich genau im Zeitplan geblieben. Alle Arbeiten wurden, auch dank der guten Vorplanung, ohne allzu große unliebsame Überraschungen durchgeführt, was bei einer so grundlegenden und tiefgreifenden Sanierung eines Gebäudes aus den frühen 1970er Jahren beileibe nicht selbstverständlich ist.“

Dies trifft auch die Sicht des Architekturbüros, das mit der Planung und Bauleitung betraut wurde. Gösta Weber (weber + elsässer architekten, Fulda): „Wir freuen uns, die Sanierung einer so wichtigen Einrichtung für das Jugendzentrum Ronneburg und den regionalen Schul- und Schwimmsport begleiten zu dürfen. Die Arbeiten waren anspruchsvoll und vielseitig – insbesondere die vollständige Erneuerung aller Oberflächen, die technische Ausstattung sowie die Barrierefreiheit standen dabei im Fokus. Die Wiedereröffnung wird dem Hallenbad einen modernen Charakter geben, ohne seine historische Identität zu verlieren.“

Als maßgeblicher Nutzer der Schwimmhalle kommt stellvertretend auch Ulf Katzwinkl als Vorsitzender der örtlichen DLRG Ronneburg zu Wort: „Für unsere Ortsgruppe bedeutet die Wiedereröffnung des Hallenbades nicht nur bessere Trainingsbedingungen, sondern auch langfristige Sicherheit für unser Schwimm- und Rettungstraining. Schwimmen ist eine Kulturtechnik – eine grundlegende Fähigkeit, die lebensrettend sein kann. Wir freuen uns, zukünftig wieder regelmäßig mit Gruppen, Kursen und Trainingszeiten im Jugendzentrum sein zu können.“

Bereits bei der Übergabe des Förderbescheids des Landes Hessen durch die Sportbeauftragte und Olympiasiegern Ann Kathrin Linsenhoff im vergangenen Jahr war die Bedeutung des Projekts hervorgehoben worden: Insgesamt 428.000 Euro Förderung aus dem Programm SWIMplus fließen in die Sanierung und leisten einen wichtigen Beitrag, damit Kinder und Jugendliche frühzeitig Schwimmen lernen können – eine lebenswichtige Kompetenz.

Bildunterschrift:
Bereiten sich auf die Wiedereröffnung des Hallenbades vor (v. l.): Ulf Katzwinkl (Vorsitzender DLRG Ronneburg), Andreas Hofmann (Erster Kreisbeigeordneter Main-Kinzig-Kreis), Gösta Weber (Architekt), Reinhold Walz (Betriebsleiter Jugend- und Freizeiteinrichtungen MKK)

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