26.000 Badegäste können wieder ihre Bahnen ziehen

Wie hoch die Bedeutung des Schwimmbads im Jugendzentrum Ronneburg geschätzt wird, wie wichtig deshalb auch die umfassende Sanierung war und wer sich für das Projekt stark gemacht hat, ließ sich bei der stimmungsvollen Eröffnungsfeier mit etwa 65 geladenen Gästen gut ermessen. Neben Landrat Thorsten Stolz und dem zuständigen Dezernenten und Vizelandrat Andreas Hofmann hatten sich viele Freundinnen und Freunde des Jugendzentrums eingefunden, unter ihnen Landrat a.D. Karl Eyerkaufer, Kreisbeigeordneter a.D. Matthias Zach, der Landtagsabgeordnete Patrick Appel, Ronneburgs Bürgermeisterin Bianca Finkernagel sowie viele aktive Kreisausschuss- und Kreistagsmitglieder. Auch das mit dem Projekt betraute Architekturbüro, die Fachingenieure HLSE und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Baufirmen und auch Stammgäste des Bades aus dem Schul- und Vereinssport feierten mit.
Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann betonte: „Das Schwimmbad ist seit über 50 Jahren ein ganz zentraler Baustein dieses besonderen Ortes der Begegnung und des Miteinanders. In der Zeit der Sanierung hat es gefehlt und es ist gut, dass alle an einem Strang gezogen haben und es nun saniert ist. Weiteren 50 Jahren Spaß und Freude steht damit nichts im Wege.“ Doch es gehe um mehr als Freizeitgestaltung, machte Andreas Hofmann deutlich. Wer schwimmen könne, sei in der Lage, sich sicher im Wasser zu bewegen, schütze sich selbst und könne im Ernstfall anderen helfen. Schwimmen dürfe kein Privileg sein. Es sei so wichtig wie Schreiben oder Lesen. „In den vergangenen fünf Jahren sind in Deutschland jährlich im Schnitt rund 365 Personen bei Badeunfällen ums Leben gekommen, im Jahr 2024 lag die Zahl sogar noch höher“, sagte Hofmann. „Das Schwimmbad im Jugendzentrum begreift der Main-Kinzig-Kreis als Teil der Daseinsvorsorge. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen. Die Sanierung des Bades war deshalb für uns als Kreis alternativlos.“
Der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises hatte die Modernisierung über seinen Eigenbetrieb auf den Weg gebracht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro, von denen der Main-Kinzig-Kreis eine Million Euro bereitstellt. Mit einem Zuschuss von etwa 428.000 Euro hat das Land Hessen die Sanierung maßgeblich unterstützt.
Zu Beginn der Veranstaltung hatte Reinhold Walz, Leiter des Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Main-Kinzig-Kreises, mit gewohnt gut gelaunten Worten die Gäste begrüßt. Er dankte allen Beteiligten für die „außerordentlich gute Zusammenarbeit“. „Es ist ein richtig starkes Signal für die Jugendarbeit, den Sport und auch das Ehrenamt, dass sowohl der Landrat als auch der Erste Kreisbeigeordnete sich die Zeit nehmen, um bei der Wiedereröffnung des Schwimmbads dabei zu sein“, unterstrich er. Das Schwimmbad ist Schulschwimmstandort für sieben Schulen aus dem Main-Kinzig- und dem Wetteraukreis. Es wird von Gästen des Jugendzentrums genauso gern genutzt wie von der DLRG, Vereinen und einer Behindertengruppe. Rund 26.000 Menschen sind pro Jahr im Bad zu Gast. „Wir schaffen Begegnungen, ermöglichen Gemeinschaft und leben Integration“, so Reinhold Walz.
Architekt Gösta Weber lieferte technische Details und ließ den Zeitplan des Projekts seit Frühjahr 2024 Revue passieren, während Bianca Finkernagel die Anwesenden daran erinnerte, dass Generationen im Bad ein Stück Kindheit erlebt hätten und die guten Erlebnisse mit ihren Kindern und Enkelkindern nun durch neue ergänzen könnten.
Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Eröffnung von Jürgen Vinzl aus Hanau.
Bildunterschrift:
Freuen sich über die Wiedereröffnung des Bades – Betriebsleiter Reinhold Walz, Architekt Gösta Weber, MDL Patrick Appel, Bürgermeisterin Bianca Finkernagel, Vizelandrat Andreas Hofmann, Landrat Thorsten Stolz (v. l.)
Foto:
Elke Kaltenschnee / Pressereferat MKK



